Negativtrend setzt sich 2014 fort

Schwandorfer Basketballer verlieren beim Rückrundenstart

13.01.2014

Die Basketballer des TSV 1880 Schwandorf haben beim Rückrundenstart eine weitere Niederlage kassiert. Die Mannschaft von Trainer Christian Scharf unterlag nach einer kämpferisch guten Leistung beim TV Passau mit 63:74 und verliert dadurch bereits das dritte Spiel in Folge. Trotz dieses Negativtrends stehen die Schwandorfer, die damit auf den sechsten Platz der Bayernligatabelle fallen, weiter in Schlagdistanz zur Tabellenspitze. Am kommenden Wochenende soll gegen Herzogenaurach wieder ein Erfolg gefeiert werden.

Die Partie in Passau war für die Schwandorfer von höchster Priorität: Die TSV-Akteure wollten nach den beiden Niederlagen vor Weihnachten (gegen Tegernheim und im Bayernpokal gegen Donauwörth) wieder ein Erfolgserlebnis feiern und sich im Topquartett der Bayernliga behaupten.

Das dies allerdings nicht einfach werden sollte, zeigte ein Blick auf den Kader, mit dem der TV Passau in die Partie ging: Zum ersten Mal in dieser Saison war der letztjährige Topscorer Philip Moschek wieder dabei und auch sonst trat Passau, in dieser Spielzeit das erste Mal, in Komplettbesetzung an.

Das schlechte Reboundverhalten des TSV Schwandorf war ein Grund für die Niederlage.

Aber auch die Schwandorfer reisten mit einem vollzähligen Kader nach Niederbayern. Jonas Ruhland gab nach längere Verletzungspause sein Comeback und auch die zuletzt fehlenden Flügelspieler Dominik Zeitler und Manuel Gutiérrez waren mit von der Partie.

TSV-Trainer Scharf ließ seine Mannschaft mit einer Zonenverteidigung starten und nach einem auf beiden Seiten nervösen Beginn, schien sich das auch auszuzahlen: Mit einem 10:0-Lauf setzte sich der TSV nach sechs Spielminuten auf 10:2 und ging mit diesem Vorsprung in die Viertelpause (19:11).

Bis zur Mitte des zweiten Viertels blieb die Schwandorfer Führung nahezu unverändert (26:19). Doch die Verteidigung der Gäste wurde jetzt immer öfter durch das schnelle Passspiel der Passauer geknackt. Zudem taten sich die TSV-Spieler gegen die aggressive Verteidigung der Hausherren schwer und konnte nicht ihr übliches Centerspiel entfalten. Die Folge war ein 11:0-Lauf der Gastgeber und die 30:26-Führung. Zur Pause führte Passau mit 32:30.

Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Spiel erneut: Die Schwandorfer zeigten eine gute Leistung in der Verteidigung und kamen auch im Angriff wieder zu einfachen Punkten. Die Führung wechselte dadurch erneut und die Gäste führten nach vier Minuten mit 37:32.

Doch dieser kleine Vorsprung brachte nicht die nötige Sicherheit. Außerdem zeigten die Passauer gerade bei den Rebound die größere Entschlossenheit, wodurch immer mehr Abpraller in ihren Händen landeten und sich viel zweite und dritte Wurfchancen eröffneten.

Nach drei Vierteln stand es 51:49 und beide Mannschaften hatten die Chance, das Spiel für sich zu gewinnen.

Den entscheidenden Lauf startete Passau gleich zu Beginn des letzten Spielabschnitts: Durch ein 9:4 gingen die Gastgeber mit 62:53 in Front. Die Schwandorfer versuchten zwar nochmal alles, doch letztlich spielte der TV Passau seine ganze Erfahrung aus und ließ die Schwandorfer nicht mehr rankommen. Mit entschieden die Passauer die intensive Partie zu ihren Gunsten.

„Die Rebounds haben heute das Spiel entschieden. Die Passauer wollten sie einfach mehr als wir und haben mehr investiert“, sagte TSV-Trainer Scharf nach dem Partie. „Wenn du gut verteidigst, aber dann die Bälle nicht einsammelst, kannst du solche Spiele nicht gewinnen“, so Scharf.

Mit sechs Siegen und vier Niederlagen sind die Schwandorfer jetzt Tabellensechster. Doch nicht nur der TSV musste an diesem Spieltag Federn lassen: Auch die beiden Topmannschaften Tegernheim und Donauwörth verloren. Dadurch haben die Schwandorfer, die zudem noch ein Nachholspiel haben, nur eine Niederlage mehr, als der aktuelle Spitzenreiter Schrobenhausen.

Am kommenden Wochenende kommt es in der Oberpfalzhalle zum Rückspiel gegen den TS Herzogenaurach 2. „In der Bayernliga sind wir zu Hause noch ungeschlagen. Diese Stärke wollen wir jetzt nutzen und am Sonntag endlich wieder einen Sieg einfahren“, gibt Scharf die Marschroute für das Heimspiel vor.

Für den TSV Schwandorf spielten gegen Passau Johannes Pflamminger (21 Punkte), Tobias Ruhland (11), Stefan Beer (8), Sebastian Fischer, Jonas Ruhland (je 5), Manuel Gutiérrez, Alexander Schneider (je 4), Andreas Schindwolf (3), Alwin Prainer (2) und Dominik Zeitler.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Fotografen des TV Passau für das Foto!

Die komplette Gallerie findet ihr hier: Passau White Wolves